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Datum: 26. Sep 2017
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Interview mit Alexander von Rohr (Isocal SolarEis)
Interview mit Alexander von Rohr (Isocal SolarEis) 5.0 out of 5 based on 479 reviews.

Seit Kurzem macht ein Heiz- und Kühlsystem Furore, das hauptsächlich von Sonnenkraft und gefrierendem Wasser gespeist wird: der „SolarEis“-Speicher“. Beginnt die Energiewende in den Energiezentralen von Wohn- und Geschäftshäusern? Wir sprachen mit dem Erfinder dieser ungewöhnlich effizienten Technologie, einem der Geschäftsführer der Isocal GmbH aus Friedrichshafen, Alexander von Rohr.


Herr von Rohr, Anfang Juli nehmen Sie im Festspielhaus Baden-Baden den Innovationspreis Mittelstand entgegen, zuvor wurden Sie bereits vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und dem Verband der deutschen Gaswirtschaft für Ihr Eisspeicher-Patent ausgezeichnet. Haben Sie mit so viel Zuspruch gerechnet?

Alexander von Rohr: Das hat uns wirklich angenehm überrascht. Wir verstehen die große Anerkennung aber auch als Ansporn, um unser System immer weiter zu verbessern und neue Anwendungsbereiche zu erschließen. Nicht nur beim Heizen, sondern auch beim Kühlen. Laut Fachverband „Gebäude-Klima“ verbrauchen wir in Deutschland mehr als 15 Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich allein für die Klimatisierung von Gewerbegebäuden – mit steigender Tendenz. Durch unser System lässt sich der Energiebedarf beim Heizen und Kühlen erheblich verringern. Außerdem entstehen keine Treibhausgase.

Wie funktioniert Ihr „SolarEis“-System?

Alexander von Rohr: In der Heizperiode ist das Ziel, das Wasser allmählich gefrieren zu lassen und diesen Gefrierprozess mehrmals aufs Neue einzuleiten, damit wir möglichst viel Kristallisationswärme nutzen können. Die entsteht beim Gefrierprozess, also beim Übergang von Wasser zu Eis. Die Kristallisationswärme entspricht derselben Energiemenge, die man gewinnt, wenn man Wasser von null auf 80 Grad Celsius erhitzen möchte. Innerhalb einer Heizperiode gefriert das Wasser mehrfach und taut dazwischen immer wieder auf. Der Tauprozess wird einerseits durch die natürliche Erdwärme von etwa 8 bis 12 Grad Celsius unterstützt, andererseits durch einen Kollektor auf dem Hausdach, der Sonnen- und Luftenergie nutzt. Dieser Luft-Sonnen-Kollektor steht außerdem auch für die Warmwasserbereitung zur Verfügung. Über die Wärmepumpe lassen sich die Räume im Winter schließlich mit der im Eisspeicher eingelagerten Energie beheizen, im Sommer wird das langsam tauende Eis dann zur Kühlung genutzt.

Wie groß ist solch ein Tank?

Alexander von Rohr: Bei Einfamilienhäusern sind es meist zwischen 10 und 15 Kubikmetern – beim Stuttgarter Stadtarchiv haben wir einen 400000-Liter-Tank verbaut. Es gibt inzwischen auch Anfragen für Eisspeicher mit mehreren Millionen Litern Fassungsvermögen für gewerbliche Großprojekte, zum Beispiel in Köln und Hamburg.

Das passt ja wohl kaum in einen normalen Keller – wo bringt man denn so einen Eisspeicher unter?

Alexander von Rohr: Bei kleineren Wohnhäusern verschwindet der Tank meist unter der Garage oder im Garten, bei Großprojekten liegt er oft unter dem Parkplatz oder unter den angrenzenden Grünflächen.

Brauche ich als Bauherr dafür eine spezielle Genehmigung, wie sie für Erdbohrungen notwendig ist?

Alexander von Rohr: Nein. Darin unterscheidet sich unser Eisspeicher-System ganz wesentlich von geothermischen Wärmepumpen, bei denen bis auf das Grundwasser gebohrt werden muss. Das kann unter Umständen zu Wasserverschmutzungen führen und im Extremfall auch zu Erosionen. Im Schwarzwald wurde die Bausubstanz eines ganzen Ortes durch Geothermiebohrungen zerstört. Das Haftungsrisiko tragen in solch einem Fall die Eigentümer selbst, auch für Schäden an anderen Gebäuden und Grundstücken. Geothermie-Anlagen unterliegen nicht ohne Grund besonderen Auflagen und einem oft langwierigen Genehmigungsverfahren durch die zuständige Wasserbehörde. Das ist beim Eisspeicher anders, der kommt gar nicht erst mit dem Grundwasser in Berührung. Der Aushub beträgt nur drei bis vier Meter. Eine spezielle Genehmigung ist deshalb nicht erforderlich. Beim kürzlich sanierten Stuttgarter Stadtarchiv liegt unser Tank sogar mitten in einem besonders empfindlichen Wasserschutzgebiet – den Heilquellen von Bad Cannstatt.

Was kostet das Eisspeicher-System?

Alexander von Rohr: Die Installation kostet etwa so viel wie eine Pelletheizung, circa 12.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Im Unterschied zu Holzpellets ist der Verbrauch aber wesentlich günstiger, das Heizmittel Eis steht ja quasi kostenlos zur Verfügung. Nur die Wärmepumpe benötigt geringe Energiemengen – bei kleineren Wohnhäusern in Form von elektrischem Strom, bei größeren Anlagen meist Gas, zum Beispiel Biogas. Der Verbrauch der Wärmepumpe selbst beträgt aber nur einen Bruchteil der Energiemenge, die eine herkömmliche Heizung verschlingt, ob sie nun mit Pellets, Öl, Kohle oder Erdgas betrieben wird. All diese Rohstoffe produzieren außerdem jede Menge CO2-Treibhausgase und schädigen dadurch das Klima. Und: Keine dieser – im Grunde veralteten – Techniken kann das, was unser Eisspeicher schafft: Heizen und Kühlen zugleich. Das ist vor allem in den Übergangsmonaten sehr angenehm, weil man da nachts die Wärme und tagsüber die Kühlung aus dem Eisspeicher nutzen kann. Wir geben übrigens 30 Jahre Garantie.

Kann der Eisspeicher auch bei einem älteren Gebäude nachgerüstet werden?

Alexander von Rohr: Ja, teilweise können sogar die alten Heizkörper genutzt werden. Allerdings empfehlen wir, großflächige Heizkörper anzubringen, falls diese nicht schon vorhanden sind. Je größer die Heizkörper, desto niedriger die Heiztemperaturen, was wiederum den Wirkungsgrad der Anlage erhöht. Dann braucht man noch ein paar Quadratmeter Platz für den Luft-Sonnen-Kollektor – entweder auf dem Hausdach, einem Anbau oder zur Not im Garten. Die Wärmepumpe kann meist bequem im Keller untergebracht werden, sie ist ungefähr so groß wie ein gewöhnlicher Heizboiler. Dort befindet sich auch die Schaltung, der sogenannte „SolarEis“-Manager, mit dem ich das Ganze einfach und übersichtlich steuern kann.

Wie viele Eisspeicher sind schon in Betrieb?

Alexander von Rohr: Einige Dutzend, darunter zahlreiche Großprojekte. Außer dem Stuttgarter Stadtarchiv haben zum Beispiel größere Hotels in Konstanz, Heidelberg und Ketsch unser System eingebaut, eine Privatklinik in Frankfurt, eine Unternehmensverwaltung in Düsseldorf oder das Elbcampus-Gebäude der Handwerkskammer in Hamburg. Zurzeit planen wir die Versorgung von zwei Wohngebieten und einem Gewerbepark. Jeden Tag gehen neue Bestellungen ein und es gibt mehr als Tausend Anfragen aus aller Welt.

Welche Zukunftsperspektiven hat Ihre Erfindung?

Alexander von Rohr: Wir entwickeln den Eisspeicher in zwei Richtungen weiter: Erstens für den Einsatz von solarer Klimatisierung, zweitens als Speichermöglichkeit für Stromenergie. Beides befindet sich noch in der Entwicklungsphase, deshalb möchte ich jetzt noch nicht ausführlich darüber sprechen. Nur so viel: Wir glauben, dass wir eine Lösung gefunden haben, mit der Stromspitzen aus regenerativen Quellen wie Sonne oder Wind im größeren Maßstab besonders wirtschaftlich gespeichert werden können. Außerdem steht unsere patentierte Lösung für die Kühlung großer Flächen in wärmeren Regionen vor der Marktreife. In diesem Fall kehren wir den Heiß-Kalt-Effekt noch einmal um: Parabolspiegel bündeln das Sonnenlicht und erzeugen damit über den Wärmetauscher … Eis. Damit könnte man zum Beispiel die Fußballstadien zur geplanten Weltmeisterschaft in Katar kühlen.

Das Interview führte Uwe Herzog, Fachjournalist
Quelle: Isocal

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Mai 2011 um 09:55 Uhr
 
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Highlights von SolarEis
1. Zuverlässig
Während geothermische Anlagen oft unter Leistungsminderung durch Abkühlung des Erdreiches oder Vereisung leiden, liefert SolarEis zuverlässige Ergeb- nisse ohne Überraschungen.
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2. Wirtschaftlich
Herstellungs- und Betriebskosten können zuverlässig berechnet werden. Nach circa sechs Jahren haben sich die Investitionskosten durch den Einsatz regenerativer Energieformen amortisiert. Sollten die Energiekosten weiter steigen, verkürzt sich die Amortisation Ihrer Investition.
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3. Effektiv
SolarEis ist faszinierend und umweltfreundlich zugleich. Durch die Einbindung von bis zu fünf Energiequellen werden ein optimaler Wirkungsgrad und hohe Effizienz erzielt. Die Speicherung der Energie im kostengünstigen Medium Wasser ohne aufwändige Isolier-maßnahmen steigert die Effektivität des Systems.
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4. Umweltfreundlich
Von einem SolarEis-Speicher gehen keine Gefahren für das Grundwasser aus, er kann sogar in Grundwasserschutzgebieten  eingesetzt werden. Ein Genehmigungsverfahren wie bei Erdbohrungen  entfällt. Die CO2-Belastung ist nahezu gleich Null.
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Grafiken: Isocal


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